Tipps für die passende Kleidung

Wenn Sie sich auf das Shooting vorbereiten, suchen Sie sicher nach Hinweisen im Internet hinsichtlich eines optimalen und passenden Outfits.

Um es vorweg zu nehmen. Es muss unterschieden werden zwischen Bewerbungs-bildern und privaten Porträtbildern.

B
ei den Bewerbungsfotos wird viel Wert auf Seriosität gelegt. Dementsprechend muss sich auch die Kleidung dem Job anpassen. z.B. keine grellen Farben, nicht zu stark gemustert, keine Symbole und Aufdrucke usw.


Jedoch bei modernen, ausdrucksstarken und lebhaften Charakteraufnahmen sind wir der Meinung: Es passt (fast) alles was gefällt. Denn ein Bild lebt nicht nur durch das Gesicht der Person, sondern auch vom Umfeld, der Farbgebung und damit auch von der Kleidung. Es ist die Kunst des Fotografen, dieses immer wieder individuell in ein passendes Verhältnis zu setzen.

Untenstehend ein paar Gedanken:


Zweck der Aufnahmen

Für wen oder was sind die Bilder bestimmt?. Sollen es Privat- oder Businessaufnahmen werden? Möchten Sie die Bilder verschenken oder sollen es Aufnahmen für's Internet werden. Oder denken Sie an ein Wandbilder für’s Schlafzimmer?
Ist die Bestimmung bekannt, kann der grösste Teil der ausgesuchten Klamotten wieder zurück in den Schrank.

Kleidung allgemein

Grundsätzlich gibt es kein falsch und kein richtig. Sie können auch Ihre langweiligen Lieblingsklamotte einpackt. Das wirkt immer sehr authentisch. Vermeiden Sie aber nur die einfachsten Standards zu wählen. Je ausgefallener ein Kleidungsstück ist, desto interessanter lässt es sich in Szene setzen.
Viele machen jedoch den Fehler und verkleiden sich regelrecht - zwängen sich Kleider, welche sie sonst nie tragen. Und schnell wirken die meisten unbeholfen, steif und unnatürlich. Die Kleidung strahlt zwar, aber Ihr Ausdruck im Gesicht oder die Körperhaltung sieht oft gezwungen und unnatürlich aus. Darum, lassen sie es sein.

Schwarz

Schwarz macht schlank, ist schön, elegant und bringt einen wunderschönen Kontrast.
Allerdings schlucken grosse schwarze Kleidungsstücke wie Blaser, Blusen, Kleider, T-Shirts usw. viel Licht und zeigen dann keinerlei Zeichnung mehr ab. Im Ergebnis ergeben sie dann grossen schwarze Flächen.
Also besser die grossen schwarzen Klamoten gleich zu Hause lassen und lieber andere Farbtöne einpacken.

Sex sells

Je nach Verwendungszweck der Bilder, darf die Klamottenauswahl etwas mehr sexy sein (auch wenn es keine erotischen Bilder werden sollen). Denn wie möchte man sich selbst am liebsten sehen, bzw. sich seinem Partner zeigen? Richtig, begehrenswert!

Und das geht am besten mit Kleidung, die ein bisschen mehr Haut zeigt und einen Hauch von Erotik versprüht.

Accessoires

Mit auffällige Modeaccessoires können auch etwas langweilige Kleidungsstücke aufgepeppt werden. Also, einfach mitbringen. Braucht ja nicht viel Platz.
Betreiben Sie ein spezielles Hobby oder Sport? Dann bringen Sie einfach diesen Gegenstand mit. (Solange es kein Klavier oder ein Fahrzeug ist). Das kann ein Schwert, Akkubohrer, Motorradhelm, Haustier, Velo oder Golfschläger sein. Egal - alles lässt sich in ein Bild integrieren und macht dieses noch individueller.

Schuhe

Hmmm - das Lieblingsthema aller Frauen. Welche Unmengen von Schuhen wurden schon ins Studio befördert …….und nachher ungenutzt wieder raus. Kurzum: Schuhe sind bei einem Shooting vollkommen überbewertet (wie auch sonst im Leben!).
Meisten fotografieren wir eh nur den oberen Körperbereich, bis max. Kniehöhe. Ganzkörperaufnahmen sind die Ausnahme. Schuhe setzen wir nur dann ein, wenn sie von besonderer Bedeutung sind oder eine eigene, ganz spezielle Aussage mitteilen sollen. Z.B. kniehohe Stiefel oder Schuhwerk mit meterlangen Absätzen. Aber hakuna mata - wir finden ganz sicher ein passendes Motiv oder Set dazu.

Wie viele unterschiedliche Outfits

Das hängt massgeblich vom Budget ab, wie viele unterschiedliche Bilder man ungefähr haben möchte. Für jedes Outfit können wir unterschiedliche Posen mit verschiedenen Sets ausprobieren. Mit einem Outfit entstehen schnell 100 - 200 Aufnahmen, welche 20 - 30 min. dauern.
Also am besten, das eigene Limit zuerst festlegen, was man für die Bilder investieren möchte und danach entsprechend die Tasche mit Kleidern vollstopfen.


Download
Leitfaden für gelungene Porträtfotos.pdf
Adobe Acrobat Dokument 195.3 KB